|Ausstellungsvideo zu STEFAN HEYNE; vom: 15.04.2014|


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Ausstellungsvideo zu STEFAN HEYNE

Ausstellungsvideo zu Stefan Heyne.
Eröffnungsrede von Dr. Gisbert Porstmann (Direktor Städtische Galerie Dresden)

STEFAN HEYNE
NAKED LIGHT. Die Belichtung des Unendlichen

Fotografie, Unschärfe, Abstraktion – neuer Realismus! Ab dem 14. Juni stellt die Städtische Galerie Dresden mit der Ausstellung „NAKED LIGHT. Die Belichtung des Unendlichen“ den Berliner Fotokünstler Stefan Heyne (*1965) als einen der wichtigsten Protagonisten der neuen fotografischen Abstraktion vor. Mit den in seinen Fotografien ins Extreme getriebenen Effekten der Unschärfe hat Stefan Heyne in den vergangenen zehn Jahren eine außergewöhnliche Position innerhalb der zeitgenössischen Fotografie geschaffen.

Die Ausstellung „NAKED LIGHT. Die Belichtung des Unendlichen“ umfasst 30 Werke Heynes, darunter 15 gänzlich neue Fotografien. Als absolute Weltpremiere realisiert und präsentiert die Städtische Galerie Dresden darüber hinaus die erste raumgreifende, architekturbezogene Arbeit im OEuvre des Künstlers. Dieser Schritt in die „dritte Dimension“ ist eine logische Folge in seiner Werkentwicklung und wurde zugleich in enger konzeptioneller Zusammenarbeit mit der Galerie entwickelt.

Die begehbare Installation The Enlightenment wird zentral im Ausstellungsraum errichtet, umgeben von weiteren Werken des Künstlers an den äußeren Wänden. Vier verschieden große Wandelemente in L- und I-Form spannen in der Mitte einen Raum auf, der sich zu den Längsseiten hin in vier Durchgängen öffnet. Dadurch wird ein gleitender Übergang zwischen den beiden Ebenen – der Installation im Zentrum und der klassischen Werkpräsentation außerhalb – geschaffen. Auf 112 Quadratmetern der Installationsinnenflächen wird die Fotografie O.T. (2012) als durchgehendes Wandbild aufgebracht, unterbrochen von den Durchgängen, sodass es möglich wird, beim Durchschreiten der Installation Bezüge zu den umliegend gehängten Werken herzustellen. Die Bewegung des Betrachters als auch die Bereitschaft, eine neue Realität anzunehmen und zu entdecken, sind die Voraussetzungen für das vollendete Erleben dieser Präsentation. Der gleitende übergang zwischen den beiden „Welten“ - dem Bildraum und dem Ausstellungsraum – wie die Wahrnehmung der Auflösung des Ortes vor den Fotografien Stefan Heynes runden dieses neue Raumgefühl ab.

In der Fotokunst hat ein Paradigmenwechsel vom dokumentarischen und abbildhaften Charakter hin zu einer neuen Abstraktion begonnen, mit welcher die grundlegende Befragung des Mediums einhergeht. Mit seinen konsequent unscharfen Fotografien steht Stefan Heyne an der Nahtstelle dieser inhaltlichen wie auch ästhetischen Abkehr vom apparativen Sehen hin zur außer-apparativen Wahrnehmung der Welt. Er schafft erstmals eine Fotografie jenseits der bildlichen Wiedergabe. Auf der Suche nach Betrachtungsparametern zur Wahrnehmung von Bildern befragt Stefan Heyne die Grundprinzipien der Fotografie: Schärfe und Wiedererkennbarkeit. Indem diese Parameter nicht zum Bildinhalt werden, bricht er mit den konventionellen Sehgewohnheiten. In seinen großformatigen Arbeiten werden die abgebildeten Gegenstände, vornehmlich Landschaften, Alltagsobjekte und Innenräume, in ihrer jeweiligen Form aufgelöst; das Motiv wird in der nahezu vollständigen Abstraktion den Wahrnehmungsmöglichkeiten entzogen. Ebenso verliert der Bezug zum realen Ort der Aufnahmesituation seine zentrale Bedeutung.

In seinen jüngst entstandenen Fotografien der Serie „SEAT“, die anlässlich dieser Ausstellung das erste Mal gezeigt werden, kehrt Stefan Heyne dieses Prinzip um. Aus dem Flugzeug heraus fotografiert er die Stratosphäre in der Morgen- bzw. Abenddämmerung. Das Objektiv seiner Kamera ist dabei, entgegen seiner üblichen Manier, scharf gestellt. Durch die Abwesenheit jeglicher Kontur eröffnet sich dem Betrachter die Unendlichkeit, die sich in der Unschärfe artikuliert und durch auratische Farbspektren dem neuen Realismus huldigt.

Zur Ausstellung erscheint der Katalog „STEFAN HEYNE. NAKED LIGHT. Die Belichtung des Unendlichen / Exposing Infinity“ im Hatje Cantz Verlag; herausgegeben von Dr. Gisbert Porstmann, mit Beiträgen von Markus Gabriel, Gerhard Gamm, Steffen Huck, Lyle Rexer, Anna Schinzel, Michael Stoeber und einem Vorwort von Gisbert Porstmann; 128 Seiten, zweisprachig (dt./engl.), zahlreiche farbige Abbildungen, 24 x 29 cm, gebunden, mit Schutzumschlag, ISBN: 978-3-7757-3841-5

Laufzeit: 14. Juni bis 14. September 2014

Öffnungszeiten
Dienstag–Donnerstag,
Sonnabend–Sonntag: 10–18 Uhr
Freitag: 10–19 Uhr

Städtische Galerie Dresden – Kunstsammlung
Wilsdruffer Straße 2
01067 Dresden
stefan-heyne-in-dresden.de
www.galerie-dresden.de/

ct


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